Erziehung
Die Größte Schwierigkeit beim Berner Sennenhund bietet nicht die Erziehung an sich,sondern dass alles so schnell geht! Mit einem halben Jahr hat er schon fast die
volle Erwachsenengröße erreicht und kann sich mit gewaltiger Kraft in die Leine stemmen!Sticht ihm etwas ins Auge, wird er auch bereits mit einem beachtlichen Renntempo davon sausen und dabei die
Ohren taub stellen,sodass der Besitzer machtlos am wege stehen bleibt und ihn nicht mehr beeinflussen kann.Rüden beginnen mit sechs bis acht Monaten das Bein zu heben, Hündinnen werden zu dieser Zeit
das erste Mal läufig, das heißt, dass dann die Pubertät und damit das Flegelalter beginnt. Wenn er sich dann seiner
eigenen Kraft bewusst wird, ist ein gesunderr, kräftiger Berner Sennenhund nicht mehr ohne weiteres bereit, sich führen zu lassen, wenn er es nicht bereits früherngelernt hat.Für Neubesitzer sind die
ersten drei Monate nach der Übernahme eines Welpen deshalb die anspruchsvollste Zeit.Noch bevor der Kleine sechs Monate alt ist, sollte er alles kennen lernen, was ihm später begegnen kann: fremde
Menschen und Tiere, Fahrzeuge von innen
und außen, Verkehr und stadtleben und vieles mehr. Dazu muss ihm beigebracht werden, was es zu einem einigermaßen angenehmen Zusammenleben mit dem Menschen braucht:außer die Sauberkeit im Haus auch
das Verstehen und Ausführen einfacher Hörzeichen (Befehle) wie: Komm. Sitz, mach Platz Warte und unbedingt auch das An-der-Seite-seines-Menschen-Gehen ohne zu zerren. Es Fällt nie leichter, dem
Kleinen diese einfachen sachen beizubringen, als wenn er alles noch als Spiel auffasst und sich freut, wenn man sich aufdiese Weise mit ihm beschäftigt. Wenn der Kleine Hund noch ohne weiteres
formbar ist, muss der Grundstein zu seiner lebenslangen Erziehung gelegt werden. Heutige, nach positiven Methoden aufgebaute Welpenspieltage und Erziehungskurse sind dazu eine Hilfe und sollten
besucht werden.