Richtige Fütterung
In den vergangenen rund 20 Jahren wurde die Ernährung der Hunde wissenschaftlich intensiv untersucht
und eine Vielfalt an,,noch besserem'' Futter auf den Markt folgenden Merkmalen: Er ist rundum gesund, er hat festen
Stuhlgang, ein glänzendes volles Fell, er ist für sein Alter lebenshaft und er ist liebebedürftig. Wenn
Sie diese Punkte alle bejahen können, machen Sie in der Ernährung nichts verkehrt. Einen Sennenhund satt zu bekommen
muss nicht unbedingt teuer sein. Denn diese Rasse ist (mit Ausnahmen) nicht heikel, sondern nimmt, was ihr vor die
Schnauze kommt, bis hin zu sehr verfressenen Exemplaren. Diese Vielfraße haben den ewigen Hungerblick und sind
meistens zu dick, weil jeder sie füttert, und sie es heimlich hinter den Rücken des Halters. Hunde mögen, wie wir Menschen
auch, eine gewisse Abwechslung beim Fressen.Esist aber kein unbedingtes Muss, ihnen verschiedene Sorten anzubieten.
Die meisten Hundehalter entscheiden sich für eine Hauptsorte, die der Sennenhund mag, und für gelegentliche Leckereien
zur Abwechslung. Für Welpen bietet der Fachhandel spezielles Feuchtfutter in Dosen, Schalen oder Beuteln an. Es enthält alles, was ein Hund für das Wachstum und eine gesunde Entwicklung des
Bewegungsapparates und des Gehirns braucht. Kalzium ist zwar wichtig, ein Zuviel schadet jedoch.
Sehen Sie daher auf der zutatenliste des Welpenfutters nach: Der Kalziumgehalt sollte etwa bei 1,1 Gramm pro Kilogramm Futter
und das Verhältnis Kalzium zu Phosphor gleich sein.
Einem gesunden Tier noch Vitamin- oder Mineralzusatzpräparate zu fütter ist nicht sinnvoll.
Etwa ab den siebten Lebensmonat wir das Welpen Futter durch normales Hundefutter ersetzt. Wie viel Sie füttern sollen, steht auf der Packung.
Das Hauptfutter für einen erwachsenen Sennenhund weiterhin aus Dosen zu bestreiten wird relativ teuer. Trockenfutter ist vergleichbar nährstoffreich
und kostengünstiger, enthalten jedoch zuweilen Zusatzstoffe, die nicht jeder Hund verträgt. gute Qualität hat auch hier ihren Preis. Ein Wassernapf muss immer dabeistehen. Ferner kann man auch
Mischfutter kaufen, das aus Haferflocken getrocknetem Gemüse und Trockenfleisch besteht, vor dem Füttern in Wasser eingerührt wird und quellen muss. Da Berner Sennenhunde relativ viele Kohlenhydrate
brauchen, fühlt sich ein Berner ganz wohl mit dieser Fütterung.
Sie können auch selber kochen und eine Mahlzeit aus Fleisch mit Vitaminflocken, Brot, Reis, Nudeln, Quark und so weiter anrühren, jedoch nur, wenn Sie dazu
fachkundigen Rat vom Tierarzt einholen. Sonst droht Ihrem Hund eine Über- oder Unterversorgung von verschiedenen Nährstoffen. Manche Hunde reagieren auf
zu viel Fleisch sogar mit Durchfalll.Der neuste Trend ist BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter), eine naturgemäße Nahrung, wie sie Canidan in der
Wildnis vorfinden (würden). Das Fleisch wird dabei nicht gekocht- ein Risiko, das man nicht übersehen darf. Die Herkunft des Fleisches muss hier besonders sorgfältig gewählt werden. Informationen
dazu unter www.barfers.de/barf.
Rohes Schweinefleisch ist auf jedem Fall für Hunde lebensgefährlich, denn es kann mit Aujeszky-Viren befallen sein. Auch beim Kaufen von Rinderhack sollten Sie
aufpassen, dass es keine Berührung mit Schweinefleisch hatte. Rinderfleisch erscheint risikoreich zu sein: Der BSE-Erreger ist nicht übertragbar auf Hunde durch Fütterung von Rinderfleisch, ergab
eine Studie des Pathologischen Instituts der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Reste Ihrer eigenen Mahlzeit
(Kartoffeln, Reis, Nudeln, gebratenes oder gekochtes Fleisch, Gemüsereste, Brot, Quark, Ei), die wenig bis normal stark gesalzen sind, können Sie den Hund geben, solange Ihr Hund gesund ist und er
weder Durchfall noch Hautekzeme oder Übergewicht davon bekommt. Der Hund freut sich über die geschmackliche Abwechslung. Verzichten Sie darauf, ihn mit Süßigkeiten zu füttern und vermeiden Sie fette,
scharfe oder stark gewürzte Soßen. Wenn sie an der Fleischtheke stehen, entscheiden Sie sich als Hundeleckerei nur für Rinderfleisch, das nicht direkt neben dem Schweinefleisch liegt. Nur
solches können Sie den Hund roh Füttern. Auch Rinderknochen oder Pansen sind eine willkommene Abwechslung. Einen Erwachsenen Sennenhund kann man zwei- oder dreimal täglich füttern. Die meisten Halter
übernehmen vom Züchter ein Fütterschema, das der Welpe gewohnt ist. Es ist auch ratsam, zunächst das vom Züchter verwendete Futter weiterzugeben und den Hund erst, nachdem er ein halbes Jahr alt ist,
allmählich auf ein anderes umzustellen, sofern man das überhaupt
möchte. Ziehen Sie ein wenig von der normalen Futtermenge ab, wenn Sie noch Leckereien geben. Vermeiden Sie auf jeden Fall, dass der Hund zu viel frisst. Übergewicht macht träge und belastet die
Gelenke der Sennenhunde zu stark.